Auf der Heide — Schlaraffia in Lüneburg

Auf der Heide · Reych Nr. 369 · Lüneburg in Niedersachsen

Das Reych Auf der Heide (369)

Das Reych Auf der Heide trägt die Nummer 369 und hat seinen Sitz in Lüneburg. Es ist Teil des weltumspannenden Schlaraffia-Bundes, der 1859 in Prag gegründet wurde.

Der Reychsname „Auf der Heide" nimmt Bezug auf die Lüneburger Heide. Die Sippungen finden in der Ilmenauburg statt.

Weitere Details zur Geschichte können im Admin-Bereich unter Seiten ergänzt werden.

Auf der Heide im Spiegel des Reychsarchivs

Das Reych „Auf der Heide“ in Lüneburg trägt die Reychsnummer 369 und gehört damit zu den Reychen der jüngeren Nachkriegszeit. Seine Gründung ging von der hohen Cell-Erika in Celle aus: Sie beantragte die Sanktionierung der Colonie, und der Allschlaraffenrat zeigte sie 1970 an. Am 20. Lenzmond 1971 wurde das Reych 369 „Auf der Heide“ zu Lüneburg durch den Großfürsten sanktioniert.

Ein Sommerfest mit Folgen

Dass es auch unter Schlaraffen hoch hergehen kann, zeigt eine Begebenheit vom Sommerfest am 13. Erntemond 1977: Sassen der Berolina versuchten, das Reychswappen der Heide zu entführen. Der Burgfriede war verletzt — bis er in aller Form wiederhergestellt wurde. Solche Fehden gehören zum schlaraffischen Spiel; sie enden mit Versöhnung, nicht mit Groll.

Ein Wellenritt in die Ostsee

Vom 8. bis 16. Brachmond 1979 führte ein Wellenritt mit der MS World Discoverer von Travemünde über Malmö und Stockholm bis nach Leningrad — eine Reise, die in jenen Jahren weit mehr bedeutete als eine Seefahrt.

Schlaraffia in der Salzstadt

Lüneburg, die alte Salz- und Hansestadt an der Ilmenau, gibt dem Reych seinen Rahmen. Wer Freude an Humor, Freundschaft und Kunst hat, ist als Gast willkommen — die ersten Besuche sind frei und unverbindlich.

Die geschichtlichen Angaben stammen aus dem elektronischen Allschlaraffischen Reychsarchiv (eARA), belegt in den Jahrgängen der Deutschen Schlaraffen-Zeitung.


Geschichte der Schlaraffia

Historische Aufnahme einer Schlaraffia-Sippung

🦉 Schlaraffia in Zahlen: Gegründet 1859 · Über 200 Reyche weltweit · 5 Kontinente · Eine Sprache · Eine Gesinnung: Humor, Freundschaft und Kunst.

Die Wiege: Prag, 1859

Es begann mit einer Handvoll Künstler und Intellektueller im Prag des Jahres 1859. Schauspieler, Dichter, Maler – Menschen, die die Schwere der Zeit für einige Stunden ablegen wollten, um gemeinsam zu lachen, zu spielen und Freundschaft zu pflegen. Sie nannten ihre Runde schlicht: Schlaraffia.

Der Name war Programm: Das sagenhafte Schlaraffenland, jenes Land der Leichtigkeit und Freude, sollte für einige Stunden real werden. Kein Standesdenken, keine Hierarchie des Alltags – nur Spiel, Humor und Kunst.

Das Spiel breitet sich aus

Die Idee sprach sich schnell herum. Schon bald entstanden weitere Reyche in anderen Städten des deutschsprachigen Raums: Wien, Berlin, Hamburg, München. Mit der deutschen Auswanderungswelle im 19. und frühen 20. Jahrhundert wanderte die Schlaraffia mit in die Neue Welt.

New York, Buenos Aires, São Paulo – überall dort, wo deutschsprachige Einwanderer eine neue Heimat suchten, gründeten sie auch einen Schlaraffen-Reych. Das Band der gemeinsamen Sprache und des gemeinsamen Spiels hielt sie zusammen – über alle Entfernungen hinweg.

Schlaraffia überlebt die Stürme der Geschichte

Zwei Weltkriege, politische Umwälzungen, Verbote – Schlaraffia hat vieles überlebt. In Deutschland und Österreich wurde die Vereinstätigkeit in den Kriegsjahren eingeschränkt oder unterbunden. Doch kaum war Frieden, lebten die Reyche wieder auf. Dieser Überlebenswille ist kein Zufall: Wo echte Freundschaft herrscht, findet sie immer einen Weg.

Besonders bemerkenswert: Während in Europa manches Reych temporär pausierte, lebte die Schlaraffia in Übersee ungebrochen weiter. Die Allschlaraffia – der weltweite Dachverband – sorgte für Zusammenhalt und Kontinuität.

Die Allschlaraffia – weltweiter Zusammenschluss

Alle Schlaraffen-Reyche der Welt sind in der Allschlaraffia zusammengeschlossen. Dieser Dachverband regelt die gemeinsamen Spielregeln, vergibt Reychs-Nummern und stellt sicher, dass ein Schlaraffe aus Tokyo bei einer Sippung in Frankfurt sofort zuhause ist.

Die Allschlaraffia hält damit etwas aufrecht, das in der modernen Welt selten geworden ist: Eine Gemeinschaft, die auf Werten gründet – nicht auf Profit oder Networking. Humor, Freundschaft und Kunst sind keine leeren Worte, sondern gelebte Praxis bei jedem Treffen.

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